| |
74
3 Anwendung der Boublik-Nezbeda-Gleichung auf Laktone und deren Mischungen
Nezbeda-Gleichung eine zu stark nach unten abfallende Fläche für die Maxwell Beziehung (sie-
he Bild 3.7). Das verursacht Fehler bei der Integration der Funktion P (v) im Zweiphasengebiet,
was die Vorausberechnung des Sättigungsdrucks unmöglich macht. Folglich kann auch der Sät-
tigungsdruck eines Gemisches mit der Bublik-Nezbeda-Gleichung nicht vorausberechnet wer-
den. Es wurde deshalb versucht, die Exzessgibbsenergie gE bei Atmosphärendruck statt bei dem
Sättigungsdruck vorauszuberechnen, da sie nur wenig vom Druck abhängt.
Dazu musste die Bublik-Nezbeda-Gleichung durch Mischungsregeln auf Gemische erweitert
werden. Die Mischungsregeln für die geometrischen Größen, RMIX, SMIX und VMIX, stehen fest.
Für den Wechselwirkungsparameter aMIX kann man verschiedene Mischungsregeln entwickeln
(Gl. 3.16a-e), von denen einige im Rahmen der vorliegenden Arbeit untersucht wurden. Zusätz-
lich wurde die Methode getestet, aMIX mit Hilfe der gemessenen Volumenfunktion v(x) zu
bestimmen (Gl. 3.17a).
Bei konstanter Geometrie der harten konvexen Körper in der Mischung ist die Funktion gE (aMIX)
sehr steil (Bild 3.11).
Bild 3.11
Einfluss von aMIX auf die Exzessgibbsenergie gE der flüssigen Mischung
g-Butyrolakton + Benzol bei T = 293.15 K
aMIX / (Pa/m6)
|  |
|
| |
|
|