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3 Anwendung der Boublik-Nezbeda-Gleichung auf Laktone und deren Mischungen
Bild 3.8
Schematische Darstellung zur Bestimmung der Gibbsenergie eines
Gemisches
Die einzige Möglichkeit, die Integration durch das Zweiphasengebiet zu vermeiden, wäre die
Vorgabe des Sättigungsdrucks (Dampfdrucks). Dann könnte die Zusammensetzung in der
Dampfphase (Punkt B') iterativ bestimmt werden. Anschließend würde der zugehörige Aktivi-
tätskoeffizient in der flüssigen Phase (Punkt C) über die stoffliche Gleichgewichtsbedingung
berechnet. Das ist allerdings keine Vorausberechnung, sondern nur eine Auswertung der Dampf-
druckmessungen, die auch anders, z. B. nach Methode von Barker (1953) ausgeführt werden
kann.
Die experimentellen gE -Werte für die Benzolmischungen mit Laktonen wurden der Arbeit von
Klein (1996), für die Mischung Benzol-Cyclohexan - der Arbeit von Kohler et al. (1984) ent-
nommen. An dieser Stelle ist besonders zu betonen, dass die Exzessgibbsenergie direkt nicht
messbar ist, sondern nur über die Auswertung der Gleichgewichtsmessungen. Das bedeutet, dass
kein Vergleich der theoretischen mit den experimentellen Werten der Gibbsenergie im homoge-
nen Bereich (Zustände A, A', D im Bild 3.8) möglich ist. Auf der anderen Seite kann man den
Sättigungsdruck eines Gemisches mit der Boublik-Nezbeda-Gleichung nicht vorhersagen, d.h.
die Punkte B-C' und B'-C im Bild 3.8 können nur über eine Gleichgewichtsmessung bestimmt
werden. So wurde in dieser Arbeit die Exzessgibbsenergie bei dem atmosphärischen Druck
(Punkt D) berechnet und dann mit dem an der Siedelinie (Punkt C) gemessenen Wert verglichen.
Druck
Volumen
T = 20°C
ND-Gebiet
1 atm
D
C
B
B'
A
A'
C'
Lakton
(1)
x2, y2
1 atm
PS,01
PS,02
Benzol
(2)
0.5
A
B
C
D
B'
C'
Druck
T = 20°C
y2>0.5
x2<0.5
A'
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