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2 Berechnung von Phasengleichgewichten mit DISQUAC
punktes: Die gemessenen kritischen Punkte (auch für die Systeme mit e-Caprolakton) befinden
sich etwa in der Mitte der Binodalen, während die berechneten kritischen Punkte für Systeme mit
g-Butyrolakton im rechten Teil der Binodale liegen. Dagegen verlaufen die berechneten Konno-
den für die Systeme mit e-Caprolakton (Bilder 2.25-2.26) fast parallel zu den gemessenen Kon-
noden (leichte positive Steigung) und dementsprechend teilen die berechneten kritischen Punkte
die Binodale auch etwa in der Mitte.
Die berechneten Phasenzusammensetzungen sind im Anhang in den Tabellen 6.17 bis 6.20 auf-
geführt.
Es ist interessant zu beobachten, dass bei ganz kleinen Benzolanteilen (x3 < 0.1) die berechneten
und gemessenen Werte verhältnismäßig gut übereinstimmen und die Steigungen der Konnoden
bei kleinen x3-Werten korrekt wiedergegeben werden. Da sich außerdem die Mischungslücken
der binären Systeme, g-Butyrolakton (1) + Heptan (2) und e-Caprolakton (1) + Heptan (2), auch
über große Temperaturbereiche genau berechnen ließen, wie im vorigen Kapitel schon gezeigt
worden ist, bedeutet das, dass der Unterschied zwischen Theorie und Messung durch den stei-
gendem Benzolanteil verursacht wird. Hier tritt wahrscheinlich der sogenannte "Drei-Gruppen-
Effekt" auf, wodurch die Kräfte zwischen zwei Gruppen im System (hier Ester- und Alkangrup-
pen) von der dritten Gruppe (hier Benzolgruppe) abhängen. Das macht die exakte Voraussage
der Exzesseigenschaften für ternäre Gemische auf der Basis nur binärer Informationen unmög-
lich, besonders wenn die entsprechenden binären Gemische, im vorliegenden Fall Lakton (1) +
Heptan (2), nicht vollständig mischbar sind (Gonzalez et al., 1991).
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