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2.5 Berechnungen mit DISQUAC
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Die mit dem neuen Parametersatz berechneten Standardabweichungen für LLE liegen in der
Größenordnung von 1.7-2.4 und sind damit deutlich besser als die mit den Parametern von For-
nefeld-Schwarz (1998) berechneten Standardabweichungen.
Mit den an VLE- und hE-Messungen angepassten Wechselwirkungsparametern für das System
d-Valerolakton + Heptan (für das sich keine vollständige LLE-Kurve messen ließ) wurde keine
Phasentrennung gefunden. Erst mit der Einsetzung der allgemeinen, an allen vorhanden Messun-
gen angepassten Parameter kann eine Mischungslücke berechnet werden, die allerdings unter-
halb den gemessenen Punkten liegt (Bild 2.17). Die vorausberechnete kritische Temperatur
(Tabelle 2.11) ist ebenfalls zu niedrig.
Die berechneten Binodalenpunkte sind im Anhang in den Tabellen 6.9-6.12 angegeben.
Die experimentellen hE-Werte der vier Laktonsysteme sind nicht nur ungewöhnlich klein, sie
zeigen auch völlig ungewohnte M- und S-förmige Verläufe gegen x1 (Bjola et al., 2001-2002).
Umso überraschender und erfreulich ist es, dass die mit dem neuen Parametersatz berechnete
Exzessenthalpie sowohl die Form als auch die Größenordnung der gemessenen Exzessenthalpie-
daten wiedergibt. In einigen Konzentrationsbereichen weichen allerdings die berechneten Werte
etwas stärker von dem experimentellen Verlauf ab (Bilder 2.19 bis 2.22). Das ist aber nicht wei-
ter erstaunlich, denn erstens sind die Werte der Exzessenthalpie insgesamt sehr klein, z. B. ver-
hält sich das System g-Butyrolakton (1) + Benzol (2) mit hE-Werten zwischen -5 und 30 J/mol
beinahe ideal, während die gE-Werte des Systems maximal 600 J/mol erreichen. Deshalb führt
eine kleine Ungenauigkeit in den Wechselwirkungsparametern, die teilweise auch an die gE-
Daten angepasst werden, zu größeren Fehlern in hE. Zweitens, und das gilt vor allem für die Sys-
teme g-Butyrolakton + Benzol und g-Valerolakton + Benzol, hat die Exzessenthalpie einen sehr
komplizierten Verlauf, der mit nur zwei anpassbaren Parametern (an hE-Messungen wurden nur
zwei von insgesamt acht Parametern angepasst) schwer zu beschreiben ist. Eine mögliche Ver-
besserung könnte durch Berücksichtigung der dritten Wechselwirkungsparameter, C3,st, erreicht
werden, für deren Bestimmung aber cPE-Messungen notwendig wären.
Die von Bjola et al. (2001-2002) gemessenen und die mit DISQUAC berechneten Exzessenthal-
pien sowie deren Abweichungen voneinander sind im Anhang in den Tabellen 6.13-6.16 ange-
geben.
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