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2 Berechnung von Phasengleichgewichten mit DISQUAC
Da die LLE-Daten des Systems d-Valerolakton (1) + Heptan (2) nicht in dem gesamten Kon-
zentrationsbereich vorliegen, wurden die Wechselwirkungsparameter für dieses System gleich-
zeitig nur an die VLE- und hE-Messungen angepasst.
Die Anpassung erfolgte für jedes Lakton getrennt, d.h. es wurden nur die LLE-, VLE- und
hE-Messungen mit diesem Lakton berücksichtigt. Deshalb gelten die gewonnenen Wechselwir-
kungsparameter nur für die Mischungen mit dem jeweiligen Lakton, siehe Tabelle 2.5 und
Tabelle 2.6. Dort sind auch die Wechselwirkungsparameter aufgeführt, die aus der gleichzeitigen
Anpassung an alle Messungen mit allen vier Laktonen ermittelt wurden. Diese Wechselwir-
kungsparameter sind dann für alle Lakton-Mischungen gültig.
2.5.2.1 DISQUAC Parameter für den Kontakt Alkan - Benzol (a, b)
Die Wechselwirkungen zwischen den unpolaren Alkangruppen und Benzol wurden aus
VLE-Messungen (Alkane und Benzol sind vollständig mischbar) hinreichend untersucht und
können allein mit dispersiven Parametern beschrieben werden. Die Zahlenwerte wurden der Ar-
beit von Delcros et al. (1995) entnommen und sind in Tabelle 2.4 zusammengefasst. Dabei wur-
de nach Tiné et al. (1987) angenommen, dass auch für die zyklischen Alkangruppen in den Lak-
tonen diese Wechselwirkungsparameter gelten.
Tabelle 2.4
Dispersive und quasi-chemische Wechselwirkungsparameter für die
Kontakte Alkan-Benzol (a,b)
C1,abDIS
C2,abDIS
C1,abQUAC
C2,abQUAC
0.251
0.56
0
0
2.5.2.2 DISQUAC Parameter für den Kontakt c-COO - Alkan (l, a)
Um die Mischungslücke für die Systeme Lakton-Alkan beschreiben zu können, müssen die qua-
si-chemischen Parameter viel größer als die Parameter der linearen Ester und Alkane von Avedis
et al. (1994) sein, die für C1,laQUAC zwischen 2.5 und 4.15 und für C2,laQUAC zwischen 3.5 und
5.97 liegen. Der Unterschied zwischen den linearen und zyklischen Estern wird vor allem durch
die wesentlich größeren Dipolmomente der Laktone und die damit verbundenen stärkeren Wech-
selwirkungen verursacht. Eine kleine Erhöhung der quasi-chemischen Parameter auf C1,laQUAC =
5 und C2,laQUAC = 6 (Klein, 1996) reicht allerdings nicht aus, um die Flüssig-Flüssig-Messungen
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