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Modellierung komplexer Systeme : flüssige Mischungen mit Laktonen undTransportprozesse in Polymeren

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2.4 Flüssig-Flüssig-Gleichgewichte 13 2.4.1    Anpassung von DISQUAC Wechselwirkungsparametern an experimentelle Daten Die  Exzesseigenschaften  der  in  der  vorliegenden  Arbeit  untersuchten  Gemische  bestehen  aus drei  unterschiedlichen  Gruppenarten  (Alkan-,  Benzol-  und  COO-Gruppen)  und  können  daher durch zwölf Wechselwirkungsparameter (jeweils 2 dispersive und 2 quasi-chemische Parameter für die Wechselwirkung zwischen jeden zwei Gruppen) beschrieben werden. Vier Wechselwir- kungsparameter (Wechselwirkung zwischen Alkan-Benzol Gruppen) sind bekannt. Für ein binä- res Gemisch werden folglich mindestens acht Gleichungen bzw. vier gemessene Konnoden be- nötigt, um die restlichen acht Wechselwirkungsparameter (Gruppen c-COO - Benzol und c-COO - Alkan) zu berechnen. Es liegen aber viel mehr experimentelle Daten vor, so dass für die Para- meteranpassung die Minimierung der Standardabweichung s notwendig ist. Für binäre Systeme gilt allgemein: , (  2.32 ) wobei Y = gE bei Dampfdruckmessungen, Y = T bei flüssig-flüssig-Gleichgewichten, Y = hE bei Messungen der Exzessenthalpie bedeutet und i = 1, 2, ..., N die gemessenen Datensätze indiziert. Da  sich  für  flüssig-flüssig-Gleichgewichte  die  Zusammensetzungen  xi,calc  der  mit  DISQUAC berechneten  Konnoden  von  den  gemessenen  Werten  xi,exp  unterscheiden,  wurden  folgende Schritte ausgeführt, um Gl. 2.32 anwenden zu können: Aus den berechneten Wertepaaren {Tcalc, xcalc ‚ xexp)i wurde ein Polynom 10ten Grades gebildet, T (x1) = a0 + a1x1 + a2x12 +...+ a10x110, mit dem anschließend die Wertepaare {Tcalc, xcalc = xexp)i berechnet wurden. Mit DISQUAC lässt sich allerdings in erster Linie nur die Exzessgibbsenergie gE und nicht die Phasenzusammensetzung berechnen. Es wäre deshalb sinnvoll, die berechneten gE -Werte direkt mit den gemessenen zu vergleichen. Da es allerdings nicht möglich ist, gE bei Flüssig-Flüssig- Gleichgewichten  zu  messen  (auch  indirekt  nicht,  wie  z.  B.  bei  VLE-Messungen),  wurde  im Rahmen dieser Arbeit die von Kohler (1957), Neckel (1961) und später von Kalali (1984) be- schriebene  Methode  getestet.  Nach  dieser  Methode,  deren  Einzelheiten  hier  nicht  aufgeführt werden,  wird  die  Exzessgibbsenergie  aus  den  Messdaten  der  Entmischungskurve  sowie  den Werten der Exzessentropie sE (Tk) bei der oberen Entmischungstemperatur und der Exzessentro- pie hE im Bereich der Mischungslücke berechnet. Sind sE (Tk) und hE unbekannt, wie es für die ( ) å = - - = s N i 2 x x i , calc i exp, calc , i exp , i Y Y 1 N 1
  
Anorganische Chemie
Siehe auch:
Lehrbuch der Anorganischen Chemie
Jander / Blasius Lehrbuch der analytischen un...
Physikalische Chemie: Auflage v. 4
Organische Chemie
Mathematik für Chemiker
Qualitative Anorganische Analyse: Ein Begleit...
 
   
 
     
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