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Modellierung komplexer Systeme : flüssige Mischungen mit Laktonen undTransportprozesse in Polymeren

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12 2 Berechnung von Phasengleichgewichten mit DISQUAC existiert (untere Kurve im Bild 2.2). Die Punkte mit den Molenbrüchen x´ und x´´ kennzeichnen die zwei im Gleichgewicht stehenden Phasen und stellen die Berührungspunkte einer Doppeltan- gente an die Gibbsenergie der Mischung dar. Die Verbindungslinie aller Berührungspunkte bei unterschiedlichen  Temperaturen  (binäre  Gemische)  oder  unterschiedlichen  Molenbrüchen  der dritten Komponente (ternäre Gemische) heißt Binodalkurve. Die Verbindungslinie zwischen den Punkten, an denen (2g / x2) T,P = 0 (Wendepunkt der Gibbsenergie - Kurve) gilt, wird als Spi- nodalkurve  bezeichnet.  Sie  grenzt  den  metastabilen  vom  instabilen  Bereich  ab.  Geraden,  die koexistierende Phasen miteinander verbinden, heißen Konnoden.   Für  die  praktische  Bestimmung  eines  Flüssig-Flüssig-Gleichgewichts  (engl.:  LLE:  Liquid- Liquid-Equilibrium) verwendet man die stoffliche Phasengleichgewichtsbedingung. ai' = ai'' (  2.31 ) Hier  bedeuten  ai'  und  ai''  die  Aktivitäten  (ai  =  xi  gi)  des  Stoffs  i  in  den  zwei  miteinander  im Gleichgewicht stehenden Phasen. Die Erfüllung der Bedingung 2.31 (das Isoaktivitätskriterium) ist zwar notwendig, aber nicht hinreichend (Soerensen, 1979), denn sie lässt die Doppeltangenten auch  im  instabilen  Bereich zu. Im Bild 2.2 bezeichnen die punktierten Tangenten die falschen Lösungen  der  Gl.  2.31,  die  durch  das  Vorhandensein  des  Maximums  und  eines  Beugepunktes der g-Kurve entstehen, während das globale Minimum der durchgezogenen Linie entspricht. Die molaren Zusammensetzungen der miteinander im Gleichgewicht stehenden Phasen, xi' und xi'' , werden iterativ mit dem Newton-Verfahren bestimmt, d.h. für jede Phase ist die Vorgabe eines Startpunktes  notwendig.  So  wurden  die  falschen  Lösungen  innerhalb  der  g-Kurve  durch  eine gezielte  Wahl  der  Startpunkte  am  Rande  des  Konzentrationsbereiches  von  Anfang  an  ausge- schlossen. Mit dem im Rahmen dieser Arbeit entwickelten Rechenprogramm können die Kon- noden sehr genau berechnet werden, die zugehörigen Aktivitäten der im Gleichgewicht stehen- den Phasen unterscheiden sich dabei um weniger als 0.00001 %. Diese Vorgehensweise gilt nicht nur für binäre, sondern auch für ternäre (und höhere) Gemische. Da  allerdings  bei  ternären  Gemischen  die  Aktivität  einer  Komponente  nicht  mehr  einer  Linie, sondern einer Fläche entsprechen, ist es sinnvoll, die Schnitte konstanter Zusammensetzung, z. B. x1 = konst., zu machen, und dann das "entstandene" Gemisch wie ein binäres zu behandeln.
  
Anorganische Chemie
Siehe auch:
Lehrbuch der Anorganischen Chemie
Jander / Blasius Lehrbuch der analytischen un...
Physikalische Chemie: Auflage v. 4
Organische Chemie
Übungsbuch Allgemeine und Anorganische Chemie
Mathematik für Chemiker
 
   
 
     
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