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Modellierung komplexer Systeme : flüssige Mischungen mit Laktonen undTransportprozesse in Polymeren

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2 1 Einleitung anziehenden  Kräfte,  die  alle  pauschal  in  einem  Wechselwirkungsparameter  zusammengefasst sind.  Das  gilt  insbesondere  für  die  Erweiterung  der  Bublik-Nezbeda-Gleichung  auf  Gemische. Im Kapitel 3 werden mehrere Mischungsregeln für diesen attraktiven Wechselwirkungsparame- ter untersucht und auf die Mischungen von Lakton + Benzol angewandt. Neben der Modellierung soll die vorliegende Arbeit einen Beitrag zur Aufklärung des thermo- dynamischen  Verhaltens  von  zyklischen  Estern  (Laktonen),  g-Butyrolakton,  g-Valerolakton, d-Valerolakton  und  e-Caprolakton,  und  deren  Mischungen  mit  einem  Aromaten,  Benzol,  und einem Alkan, n-Heptan, leisten. Die Laktone wurden als Testsysteme ausgewählt, weil sie aufgrund ihres hohen Dipolmoments (4 bis zu 4.5 D) komplexe Mischungen bilden. Die richtige Beschreibung dieser Mischungen ist eine  hohe  Messlatte  für  jede  Vorausberechnungsmethode.  Außerdem  sind  die  Laktone  bisher wenig  untersucht  worden,  obwohl sie in vielen technischen Prozessen Verwendung finden. So dienen sie z. B. in der Technik oft als reaktive Zwischenprodukte, insbesondere zur Herstellung biologisch abbaubarer Polymere. In neusten Entwicklungen werden Laktone direkt aus Kohlen- dioxid  erzeugt  und  sollen  dann  für  "High-Tech"-Klebestoffe  (VDI,  1995)  verwendet  werden. Aufgrund  ihrer  stark  polaren  Eigenschaften  werden  Laktone  häufig  als  gute  Lösungsmittel  für andere polare Stoffe eingesetzt. Werden sie jedoch mit Flüssigkeiten gemischt, zwischen deren Molekülen  nur  schwache  Dispersionskräfte  herrschen,  z.  B.  mit  Alkanen,  so  entstehen  breite Mischungslücken  in  der  flüssigen  Phase,  die  dann  verfahrenstechnisch  zur  Extraktion  genutzt werden können. Auch für weitere moderne Anwendungen, wie z. B. als Lösungsmittel für Poly- mer-Elektrolyt-Batterien (Abraham et al., 1993) wurden Laktone vorgeschlagen und getestet. Zuletzt wird in der vorliegenden Arbeit eine neuentwickelte Methode zur Vorausberechnung von Sorption und Desorption von Alkanen in Polypropylen dargestellt. Diese Transportprozesse spie- len  eine  besonders  wichtige  Rolle  in  der Polymerindustrie. Hier sind nicht nur die Stoffeigen- schaften  von  Bedeutung,  sondern  auch  die  Porengeometrie  (Porenmorphologie)  innerhalb  des Polymers. Die Porenmorphologie bestimmt die Sorption von Monomeren zu den reaktiven Kata- lysatorstellen innerhalb der wachsenden Polymerteilchen während der Polymerisation, sowie die Desorption von im Polymer gebliebenen Monomeren, Oligomeren und Lösungsmittelmolekülen bei den späteren Aufbereitungsschritten. Da die Diffusion in den Poren viel schneller als im fes- ten  Polymer  abläuft,  hat  die  Porenmorphologie  einen  starken  Einfluss  auf  die  Sorptions-  und Desorptionsgeschwindigkeit  und  folglich  auf  die  Polymerisation  bzw.  die  spätere  Entgasung.
  
Allgemeine und Anorganische Chemie. Ein Lehrbuch für Studenten mit Nebenfach Chemie. 7., überarbeitete Auflage.
Siehe auch:
Übungsbuch Allgemeine und Anorganische Chemie
Sonstige Artikel:
Jungle Book
Marketingübungen: Basiswissen, Aufgaben, Lösungen.
Öffentliches Recht im Nebenfach
 
   
 
     
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