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Modellierung komplexer Systeme : flüssige Mischungen mit Laktonen undTransportprozesse in Polymeren

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1 1 Einleitung Für  die  Optimierung  bestehender  und  die  Entwicklung  neuer  verfahrenstechnischen  Prozesse sind ausreichend genaue Stoff- und Transportdaten der Komponenten unerlässlich. In der Praxis ist  es  aus  Zeit-  und  Kostengründen  unmöglich,  für  jeden  Zustandsbereich  die  experimentellen Untersuchungen durchzuführen. Deshalb liegt ein wichtiges Forschungsziel in der Entwicklung von  Vorausberechnungsmethoden,  die  es  erlauben,  die  Stoff-  und  Transporteigenschaften  über einen möglichst großen Bereich ohne oder mit nur sehr begrenzter Kenntnis experimenteller Da- ten  zu  berechnen.  Allen  Vorausberechnungsmethoden  ist  gemeinsam,  dass  versucht  wird,  die Komplexität des Realverhaltens durch vereinfachte Modelle zu ersetzen. Diese Vereinfachungen können sowohl die Gestalt der Moleküle und die zwischenmolekularen Kräfte als auch die Reak- tionsrandbedingungen betreffen. Das letztere ist besonders für die Polymerindustrie von Bedeu- tung, wo die Modellierung der Polymermorphologie ein aktuelles Forschungsgebiet ist. In dieser Arbeit werden drei unterschiedliche Modellierungsmethoden untersucht, die eine wich- tige   Rolle   in   der   Verfahrenstechnik   spielen:   Gruppenbeitragstheorie   DISQUAC,   Bublik- Nezbeda-Zustandsgleichung und Porenmodellierung in Polymeren.   Zuerst  wird  die  Gruppenbeitragstheorie  DISQUAC  behandelt.  Ein  Merkmal  von  Gruppenbei- tragstheorien ist die Aufteilung der Flüssigkeitsmoleküle in einzelne chemische Gruppen, deren Wechselwirkung  untereinander  durch  Wechselwirkungsparameter  beschrieben  wird.  Auf  diese Weise wird es möglich, aus relativ wenigen chemischen Gruppen die ganze Vielfalt von Mole- külen  zusammenzusetzen  und  Mischungseigenschaften  mit  einiger  Sicherheit  vorherzusagen, ohne sie vermessen zu müssen. Die Wechselwirkungsparameter sollen allerdings möglichst ge- nau bekannt sein, denn sonst ist es unmöglich, das Realverhalten besonders bei komplexen, flüs- sigen Mischungen korrekt zu beschreiben. Im Kapitel 2 werden die Wechselwirkungsparameter für  Mischungen  von  Laktonen  +  Benzol  und  +  Heptan  bestimmt  und  die  Anwendbarkeit  der DISQUAC Theorie auf deren ternären Mischungen untersucht. Eine  Alternative  zur  Verwendung  einer  Gruppenbeitragstheorie  ist  die  Beschreibung  von  Ex- zesseigenschaften  mittels  einer  thermischen  Zustandsgleichung.  Die  im  Kapitel  3  untersuchte Bublik-Nezbeda-Zustandsgleichung basiert auf der Darstellung der Moleküle als konvexe harte Körper. Mit dieser Vereinfachung lassen sich die abstoßenden Kräfte zwischen den Molekülen ausreichend genau beschreiben. Die Schwierigkeit besteht dagegen in der Berücksichtigung der
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
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