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Modellierung komplexer Systeme : flüssige Mischungen mit Laktonen undTransportprozesse in Polymeren

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4.4 Ergebnisse und Diskussion 99 Tabelle 4.3 Berechnete Geometrie für verschiedene Polymermodelle:    - Parallelmodell (Bild 4.5), mittlerer Spalt mit Höhe H, Spaltdicke s und Dicke L der Polymerwand a) s nach Gl. 4.13, b) s nach Gl. 4.14a, c) s nach Gl. 4.14b - Seriellmodell (Bild 4.11), Höhe fester Platte Hseriell dTeilchen / µm H / µm a) s / µm a) L / µm b) s / µm b) L / µm c) s / µm c) L / µm Hseriell / µm 362.5 81.072 11.212 271.370 0.532 12.894 0.118 2.860 75.724 462.5 103.298 9.344 163.409 1.852 32.384 0.384 6.722 97.391 550 123.602 6.377 112.422 2.671 47.086 0.922 16.258 116.591 655 144.147 8.406 104.092 2.189 27.110 0.542 6.718 132.507 1000 217.391 12.331 100.698 3.904 31.885 1.086 8.870 190.771 Anschließend wurden die Halbzeiten berechnet und mit den aus den gemessenen Sorptionskur- ven entnommenen Halbzeiten verglichen. Obwohl keine der Modelle die experimentelle Kurve exakt reproduziert, ist es bemerkenswert, dass die mit dem Parallelmodell und sA nach Gl. 4.13 berechneten  Halbzeiten  annähernd  parallel  zu  den  experimentellen  Halbzeiten  verlaufen  (Bild 4.15).  Multipliziert  man  diese  berechneten  Halbzeiten  mit  dem  Faktor  1.8,  lassen  sich  die  be- rechneten Werte den experimentellen Daten vollständig überlagern (Bild 4.15). Das Seriellmo- dell liefert, wie erwartet, zu große Halbzeitwerte, die auch nahe an den Werten für eine Platte ohne  Poren  liegen.  Die  Ergebnisse  der  Parallelmodelle  mit  sA,  die  nach  Gl.  4.14a  bzw.  4.14b berechnet wurden, liegen wesentlich unter der experimentellen Kurve und weisen auch eine an- dere Form auf. Das bedeutet, dass dünne Spalte/Poren keine dominierende Rolle gegenüber brei- teren Spalten/Poren spielen, was bei der Verwendung von Gl. 4.14 folgen würde. Die  Unterschiede  zwischen  den  experimentellen  und  den  für  das  Parallelmodell  berechneten Halbzeiten (unabhängig davon, ob Gl. 4.13 oder Gl. 4.14 verwendet wurde) könnten einerseits durch große Hohlräume, die in den vier gesiebten Fraktionen (d > 425 µm) vorhanden waren, verursacht  worden  sein.  Diese  Hohlräume  sind  nur  durch  sehr  dünne  Poren  mit  der  Teilchen- oberfläche verbunden, so dass bei der Quecksilber-Porosimetrie diese Hohlräume nur über dün- nen Poren gefüllt werden konnten, was sich bei der Auswertung der Messungen in den zu großen Volumenbrüchen der dünnen Poren widerspiegelt.
  
Allgemeine und Anorganische Chemie. Ein Lehrbuch für Studenten mit Nebenfach Chemie
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